Premium Rush, Ong Bak und Slapstick à la Nackte Kanone in einem Film?
In Thailand geht sowas.
Dank an die Herren von Bike Syndikat für die Osterweiterung meines Filmhorizontes.
Weil einzelne Videos zu bringen eigentlich nur simpler Repost wäre, fange ich nun mal an, in unregelmaßiger Regelmäßigkeit ein paar Clips zusammen zu stellen. Das passiert dann immer unter einem Motto, welches heute "Dreck, Hügel & Trails". Einige haben ja sicherlich gesehen, dass ich seit einer Weile wieder im Besitz eines Mountainbikes bin, deshalb - aus gegebenem Anlass sozusagen - diesen non-urbane Motto.
Eigentlich nur ein Werbevideo, aber allein Zuschauen macht schon den Mund wässrig.
Lokale Alltagsradprominenz Marco Laufenberg macht Werbung für uns im Frühstücks-TV. Und hat dabei - wie so oft - viel richtiges uns wichtiges zu sagen.
Nicht nur an meiner Post-Frequenz merkt man, dass die Saison wieder beginnt. Die Lust auf Frühling ist auch hier ganz klar zu erkennen: So simpel wie der Titel ist auch der Inhalt, und doch sagt das Video so viel.
Die Tour de France ist und bleibt eines der brutalsten und härtesten Straßenrennen...korrigiere: DAS brutalste und härteste Rennen! Das nimmt man bei Trend-Konkurrenz wie dem Red Hook Crit vielleicht nicht wahr (no hatin': Red Hook ist schon auch ziemlich abgefahren) aber schaut euch mal den Film Höllentour an. Diese Leute sind fiese Motherf***er!
Das scheint nun auch die Tourveranstaltung so vermarkten zu wollen.
Echt reißerisch kommt das Promo Video für das diesjährige 100ste Rennen daher wie der Trailer eines Action Blockbusters.
Find ich alles ok, aber eine Sache hätte ich da, die mir unter den Nägeln brennt: Dass Lance Armstrong nirgends auftaucht ist völlig normal und verständlich, aber hat mal jemand drüber nachgedacht, dass auch Eddy Merckx und Konsorten voll bis in die Haarspitzen waren?! Seht mal hier. Aber eben: Die wurden halt nicht erwischt.
OK, mir ist bewusst, dass ich mir eine gewisse Angriffsfläche in mehrerlei hinsicht schaffe, wenn ich sage: Ich trage fast ausschließlich Jeans von H&M. Es ist einfach so, dass mir auch doppelt so teure Hosen von angeblich besser produzierten Marken mindestens genauso schnell im Schritt kaputt gehen. Entgegen dem, was manch einer (verständlicherweise) vermuten mag, liegt das nicht an meiner enormen Manneskraft, sondern daran, dass auch Levi's und Co nicht für einen Fahrradsattel gemacht sind. Und ganz ehrlich: die Commuter Serie von Levi's sind mir zu teuer.
Und deshalb ist es vielleicht auch nicht verwunderlich, dass ich nicht direkt anfange, Galle zu spucken, wenn H&M das hier macht:
Ich warte also auf Veröffentlichung und Preisinfos, bevor ich mein entgültiges Urteil spreche.
Der Pressetext wirkt sich aber schonmal nicht zu Gunsten der Werbestrategen des Modehauses aus...
Eine Analyse:
Die Modewelt hat sich offiziell in Fahrräder verliebt. Ob hippe Fixies
oder Retro-Räder, Radfahren war noch nie so stylisch und hat noch nie so
viel Spaß gemacht.
Fahrräder sind gerade extrem angesagt. Überall auf den
Laufstegen sah man Radlerhosen, und viele Redakteurinnen haben die Taxis
während der Fashion Week stehen lassen und sich in ihren High Heels
aufs Rad geschwungen, um zur nächsten Laufsteg-Show zu gelangen. Keine
Staus mehr und ein knackiger Po – das sind eindeutige Vorteile, und es
schadet ganz sicherlich auch nicht, wenn die Streetstyle-Fotografen
einen knipsen, während man stylisch durch die Stadt radelt.
"hippe Fixies"/"Retro-Räder": Direkt mal drei Klicks auf den Counter trendbezeichnender Schlagworte.
Ich kann hip und retro einfach nicht mehr hören.
"hat noch nie so
viel Spaß ": Stimmt, jetzt wo ihr es sagt, meine Räder machen mir eigentlich auch erst Spaß,
seit ihr Styler angefangen habt, zwischen Handtasche und Fixies als Accessoire
entscheiden.
"Redakteurinnen": Männer greifen dann wohl doch eher noch zum Auto.
"in ihren High Heels": Ohne die geht natürlich nichts (wahrscheinlich sonst nicht hip genug). Ich hab auch
gehört, dass Shimano jetzt SPD-Schuhe mit 13cm Absatz rausbringen will.
"knackiger": Ohne Frage für mich das grausamste Werbewort der ersten beiden Dekaden dieses
Jahrhunderts. Aber natürlich muss es auch hier rein.
"Streetstyle-Fotografen": Der Tag war aber auch nur erfolgreich, wenn ein solcher meinen stylisch-hippen
Retro-Look autorisiert hat.
Für die Fortsetzung seid ihr wohl spätestens jetzt sensibilisiert, viel Spaß also bei der Werbephrasen-Suche.
Also Fazit: H&M Hosen, schön und gut - Werbetexten läuft bei denen aber wohl eher so:
Es geht wieder los. Für mich ist das Splash Turnier ja so eine Art Vorrunde zum jährlichen Hauptturnier. Mal sehen, wer so neues auf der Bildfläche erscheint.
Erik Cohen - ist das der Vikinger-Bruder der Dude-Macher aus Hollywood, oder hat sich Jack Letten mal wieder ein Alter-Ego zugelegt? Vielleicht beides.
Das ist es also, wenn der Letten davon spricht, nach Smoke Blow was am planen dran zu sein.
Zu sagen, die vier Kölner von Chapel of Disease wären praktisch aus dem nichts in die europäische Metal Szene gebeamt worden, wäre vermessen. Denn die Jungs spielen (mit wenigen Veränderungen) nun schon vier Jahre zusammen. Trotzdem erscheint es, als seien sie 2012 plötzlich au der Bildfläche erschienen, und haben sich aus dem nichts eine beschauliche Fanbase geschaffen. Die Wahrheit ist: Am Demo "Death Evoked" und dem folgenden Album "Summoning Black Gods" wurde lange gefeillt.
Und das hört man auch. Denn genauso schnell, wie sich Chapel of Disease in diesem Jahr am laufenden Band von Kritekerseite Lob für ihr Debut einheimsen, entfaltet sich die Wirkung der oldschooligen Death Metal Töne. Ich sage dazu nur eins: Übertöne Erich Zann mit den Tönen dieser Scheibe, und seine Bemühungen, die Großen Alten von irdischen Sphären fern zu halten wären im Nu zu Nichte gemacht.
Alle 70 Sekunden ist eine Taktung, die auch uns Kölnern (jede Stunde) deutlich übertrifft. Trotzdem ist das Thema universell. Ich kann nur immer wieder betonen: Vergesst Spiralschlösser!
So, es gab ja längere Zeit nichts mehr aus dieser Sparte und statt nun hier groß mit irgendwelchen Rechfertigungen komme, will ich das ganze mal wieder mit einem umfangreicheren Post in Schwung bringen.
Es mag am momentan im Halbfinale stehenden Videobattle Turnier liegen, aber im Moment ist Rapmusik mal wieder ganz groß bei mir. Hier also das Rap-Spezial zum Antreiben.
Ich muss zugeben, der Marley-Clan hats mir eigentlich gar nicht so angetan. Diesem Flow kann man sich dennoch nicht entziehen:
Nas ft. Damian Marley - As we enter
Ich versuche ja auch, hier mit Musik zu kommen, die man nicht so kennt. Da kommt mir oben genanntes VBT gnaz recht. Weekend auf besagtes Turnier zu reduzieren wäre unfair, denn der ist und wird noch viel mehr.
Weekend - Ich wil das Juice Cover
Hipster-Rap hin oder her, er macht trotz Skinny Jeans ziemlich auf dicke Hose, aber der ein oder andere Track geht gut.
eRRdeKa - Hände hoch
Na gut, im untergrund sind wir jetzt nicht mehr wirklich, wenn ich diesen Track anführe, aber grad wenn es um treibende Musik gehört, gehört das dazu:
Marteria/Yasha/Miss Platnum - Feuer
Und nochmal VBT. Splifftastic rappt deutlich weniger infantil, als sein Name vermuten mag und macht sich im Turnier vor allem damit einen Ruf, alles kontern zu können, was ihm vorgesetzt wird. Obwohl die einiges zu bieten haben, wäre es jetzt unfair, hier VBT-Runden zu präsentieren. Also:
Splifftastic & Grisu - Nautilus
Und zum Schluss gibts doch noch einmal ein bisschen was englisches.
Macklemore & Ryan Lewis ft. Wanz - Thriftshop
Schon in einem meiner allerersten Posts habe ich den Fortschritt Kopenhagens in Sachen Radverkehr angepriesen. Es sieht zwar so aus, also haben sie immer noch die Nase vorne, aber der Rest der Welt scheint langsam aufzuholen.
In Kopenhagen scheint eins schon passiert zu sein, worauf der Zweiradler hier zu Lande noch wartet: "Radfahren = Verkehr" ist dort eine Tatsache, kein Wunschtraum. Ein Artikel auf der National Public Radio Webseite hat mir gezeigt, dass die Stadt sogar schon einen Schritt weiter als die "wir brauchen mehr Fahrradwege"-Debatte ist. Die zeigt nämlich immer wieder eines ganz deutlich: Der gemeine Radfahrer wird noch immer nicht als gleichberechtigter Teil des (innerstädtischen) Verkehrs gesehen. Kopenhagen scheint verstanden zu haben, dass dies aber so sein sollte.
Nehmt euch ein paar Minuten, den hier Artikel zu lesen, damit klar ist, wovon ich rede.
Die Entwicklung geht dahin, dass man den Radbetrieb nicht um den restlichen Verkehr herum bastelt, wo gerade Platz ist, sondern extra Freiräume dort einbaut, wo es sinnvoll ist. Ziel ist, Radwege direkter zu gestalten. Das stärkt die Position der Fortbewegung per Rad gegenüber Auto- oder auch ÖPN-Verkehr.
Dass dies bitter nötig, und ganz einfach als logische Konsequenz der fortschreitenden Urbanisierung gesehen werden muss, zeigt Jane Pirone von der urbanBIKE Initiative an der Parsons Designhochschule auf zeit.de.
Nehmt euch auch hier die Zeit, um euch hier den Artikel zu Gemüte zu führen.
Bevor hier eine solche Entwicklung stattfindet, muss sich aber erst das Denken der Verkehrsteilnehmer ändern. Denn Verkehr, das ist hier immer noch vor allem das Auto. Das wird nämlich in den meisten Belangen als deutlich überlegen angesehen und wird dementsprechend begünstigt. Aber wenn man mal ein bisschen die graue Masse anschmeißt, sollte es einem da nicht in den Sinn kommen, dass das ganz und gar falsch ist?
Denkt mal an eure letzte Autofahrt in Köln (oder jeder anderen Großstadt in Deutschland und Europa). Ihr standet im Stau, oder? Und da kann man den Autoverkehr auch noch so viel umleiten und ausbauen, das wird nicht besser. Das sieht der unüberlegte Autofahrer - ob in Smart oder SUV - aber nicht. Der regt sich nur auf, dass sich an der Ampel ein Radfahrer an ihm vorbeischiebt und schneller am Ziel ist.
Und deshalb werden Projekte, wie die Rad-Schnellstraße zwischen Köln und Bonn auch noch viel zu oft belächelt. Aber wenn dieses Projekt realisiert wird, machen die Verantwortlichen endlich mal was richtig:
Die Planung folgt nicht dem Imagedenken der Autogesellschaft, sondern die sie versucht, genau dieses Denken zu verändern.
Und mal ehrlich - pendeln mit dem Rad z.B. zwischen Godorf und Köln ist doch jetzt nicht so furchtbar abwegig, oder?
Das ganze lief wohl als Zwischenspieler der Tour de France auf dem Britischen Sender ITV4.
Wenn ich das Equipment behalten darf, melde ich mich gern fürs nächste Jahr freiwillig.